Ernährungsberatung

In unserer Praxis betreuen wir schwerpunktmäßig Patienten mit Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Nierenerkrankungen sowie Patienten mit schweren Fettstoffwechselstörungen. Eine Ernährungsberatung ist für viele unserer Patienten eine entscheidende Hilfe, welche die medikamentöse oder apparative Behandlung unterstützt. Vielen Patienten gibt es Mut, zu wissen, dass sie selbst etwas zur Behandlung ihrer Erkrankung beitragen können.

Wussten Sie, dass der frühe Typ-2-Diabetes alleine durch Umstellung der Lebensweise und Ernährung geheilt werden kann? Dass eine salzarme Kost die Einstellung eines Bluthochdrucks ganz erheblich erleichtert? Dass die Zufuhr von Kalium und Phosphat - gefährlich bei hochgradig eingeschränkter Nierenfunktion - durch einfache Maßnahmen erheblich reduziert werden kann? Und dass nicht zuletzt bestimmte Fettstoffwechselstörungen auch durch Veränderungen der Kohlenhydratzufuhr beeinflusst werden können?

Diese und andere Fragen beantworten Ihnen unsere Ernährungsberaterinnen. Sie sprechen mit Ihnen über Ihre Krankheit und Ihre Ernährungsgewohnheiten. Grundsätzlich gilt: eine strenge Diät wird zumeist nicht durchgehalten. Vielmehr geht es darum, Ihnen Hintergrundwissen zu vermitteln und Tipps zu geben, wie Sie einiges besser machen können ohne ganz auf lieb gewonnene Essgewohnheiten verzichten zu müssen.


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Ist eine eiweißarme Diät bei Nierenerkrankungen sinnvoll?

Seit den 60-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ist bekannt, dass nach einer eiweißreichen Mahlzeit die Durchblutung und die Filtration in den kleinen Filtereinheiten der Niere ansteigen. In Experimenten lässt sich nachweisen, dass dies mit einer Blutdruckerhöhung in diesen empfindlichen Strukturen einhergeht. Eine eiweißarme Ernährung soll dementsprechend bei chronischen Nierenerkrankungen zu einer Entlastung der Filtereinheiten führen. Im Allgemeinen wird heute eine mäßige Eiweißrestriktion in den frühen Phasen einer Nierenerkrankung empfohlen. In späteren Stadien oder auch bei älteren Menschen mit Begleiterkrankungen darf dies jedoch niemals zu einem Eiweißmangel führen. Wir beraten Sie in jeder Phase Ihrer Erkrankung über Sinn oder Unsinn der diätetischen Eiweißrestriktion.