Pankreastransplantation

Die so genannten Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) sind der Produktionsort von Insulin, einem Hormon, das für die Aufnahme von Zucker in die Körperzellen und damit für deren Energiestoffwechsel zwingend notwendig ist. Beim Diabetes mellitus Typ 1 kommt es zu einer Zerstörung dieser Zellen, Patienten mit dieser Erkrankung sind auf regelmäßige Injektionen von Insulin angewiesen.

Im Dezember 1966 wurde in den USA die erste Pankreastransplantation zur Behandlung des Typ-1-Diabetes durchgeführt. Seitdem hat sich diese Operation zu einem anerkannten Therapieverfahren entwickelt. Da der Eingriff komplizierter ist als eine Nierentransplantation, erfolgt er seltener und nur an sehr spezialisierten Zentren. Im Jahre 2011 wurden in Deutschland 171 Pankreastransplantationen durchgeführt, etwa 150 davon als kombinierte Pankreas-Nierentransplantation.


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Die Nachsorge

Als Fachärztinnen und Fachärzte für Diabetologie und Nephrologie kümmern wir uns um die Nachsorge unserer Patienten nach diesem Eingriff. Die Funktion von 2 transplantierten Organen und insbesondere die Stoffwechseleinstellung müssen nach der Operation engmaschig überprüft werden. Es gilt, die neu gewonnene Gesundheit langfristig zu erhalten. Die meisten Patienten müssen nach einer kombinierten Pankreas/Nierentransplantation nicht mehr dialysieren und auch kein Insulin mehr spritzen, so dass dieser Eingriff zu einem ernormen Gewinn an Lebensqualität führen kann. Allerdings gilt ähnlich wie für die Nierentransplantation, dass eine begleitende Behandlung der Risikofaktoren und des Stoffwechsels fast immer notwendig ist.